Vorwandinstallation: was fertig sein muss, bevor der Fliesenleger kommt
Die Rohinstallation im Bad ist der Teil, den später niemand mehr sieht — und der Teil, an dem sich später fast alles entscheidet. Was fertig sein muss, bevor Estrich, Fliesen und Möbel kommen.
Was zur Rohinstallation gehört — und was nicht
Wir bauen die Leitungen: Trinkwasser kalt und warm, Zirkulation, Abwasser, Vorwandelemente, Dämmung, Schallschutz, Druckprobe und die Montage der Objekte. Fliesen, Estrich, Putz und die Verbundabdichtung im Nassbereich machen wir nicht — das sind eigene Gewerke, und sie gehören in andere Hände.
Das klingt nach einer Einschränkung, ist aber der Grund, warum unsere Termine halten: Wir kommen zweimal, dazwischen arbeitet der Fliesenleger, und niemand wartet auf niemanden.
Maße, die später keiner mehr ändert
Die Höhe des WC-Elements, die Position des Waschtischanschlusses, die Lage des Duschablaufs: Sobald der Estrich liegt, sind das keine Entscheidungen mehr, sondern Tatsachen. Deshalb legen wir sie vorher schriftlich fest — mit Ihnen, nicht für Sie.
Übliche Praxiswerte sind eine WC-Sitzhöhe um 40 bis 42 cm und ein Waschtisch bei etwa 85 cm Oberkante. Wer größer ist oder barrierefrei plant, weicht davon ab. Wichtig ist nur, dass die Entscheidung vor der Montage fällt.
Schallschutz beginnt an der Rohrschelle
Die DIN 4109 begrenzt Installationsgeräusche in schutzbedürftigen Räumen — also dort, wo geschlafen und gewohnt wird. Erreicht wird das nicht mit dickeren Rohren, sondern mit körperschallentkoppelten Schellen, mit Abstand zur Wand des Nachbarzimmers und damit, dass ein Fallrohr nicht ausgerechnet hinter dem Kopfende eines Bettes läuft.
Im Mehrfamilienhaus ist das der Punkt, an dem die meisten Beschwerden entstehen. Er kostet in der Planung nichts und im Nachhinein sehr viel.
Gefälle und Lüftung beim Abwasser
Grundleitungen und Fallleitungen werden nach DIN EN 12056 dimensioniert. Zwei Punkte prüfen wir immer: die Lüftung über Dach, damit beim Spülen kein Geruchverschluss leergesogen wird, und die Rückstauebene — alles, was darunter liegt, braucht eine Hebeanlage oder einen Rückstauverschluss.
Die Druckprobe ist die Abnahme
Vor dem Verschließen der Wand wird die Trinkwasserinstallation auf Dichtheit geprüft und protokolliert. Das Protokoll ist kein Formular für die Ablage, sondern der Nachweis, dass die Leitung dicht war, als sie zugemacht wurde. Bekommen Sie das nicht ausgehändigt, fragen Sie danach.
Was uns vor dem ersten Termin hilft
Grundriss oder eine Handskizze mit Maßen
Fotos des vorhandenen Bades, auch vom Kellerabgang der Leitungen
Welche Objekte geplant sind — Wanne, Dusche, WC, Doppelwaschtisch
Baujahr des Hauses und, falls bekannt, das Material der vorhandenen Leitungen
Damit lässt sich schon am Telefon sagen, ob ein Termin sinnvoll ist: 0176 383 202 79.

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